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Hannover: Machbarkeitsstudie Streckenführung D-Linie als Tunnel oder oberirdisch

__b___Die sogenannte D-Linie ergänzt die bestehenden bereits innerstädtische im Tunnel geführten Linien A,B und C. Sie wird heute mit der Linie 10 Ahlem – Aegidientorplatz) und 17 (Wallensteinstraße – Aegidientorplatz) bedient: Beide Linien sind die einzig verbleibenden oberirdisch verkehrenden Linien in der Innenstadt von Hannover.

Da für die Umsetzung einer barrierefreien Stadtbahn mit dem derzeitigen System Hochbahnsteige erforderlich sind und diese zumindest in der Innenstadt und den engen Straßenräumen, die die Linie 10 durchquert, städtebaulich deutliche Defizite aufweisen, wurde im Verkehrsentwicklungsplan 2008 der Auftrag formuliert eine städtebaulich sinnvolle, verkehrlich umsetzbare und finanziell tragbare Führung in der Innenstadt zu entwickeln. Ein begleitender Arbeitskreis wurde gegründet.
In der Machbarkeitsstudie wurden die Ergebnisse der ober- bzw. unterirdischen Strecke der Stadtbahnlinie D der letzten Jahrzehnte aufgegriffen und dem neuesten Sach- und Entwicklungsstand angepasst. Besonders für die oberirdischen Linienführungen wurden zahlreiche Varianten in verschiedenen Baulängen untersucht. Visualisierungen und fotorealistische Darstellungen wurden zur Verdeutlichung der Planungen eingesetzt.

Ziel der Machbarkeitsstudie war die Prüfung des barrierefreien ober- bzw. unterirdischen Ausbaus der Stadtbahnstrecke D hinsichtlich Finanzierbarkeit, wirtschaftlicher Tragfähigkeit vor dem Hintergrund der GVFG-Förderung und politischer Durchsetzbarkeit.

Am 23. Juni 1965 beschloss der Rat der Landeshauptstadt Hannover eine U-Bahn zu bauen und läutet damit das Ende der klassischen Straßenbahn in Hannover ein. Grundsätzlich bestand das Planungskonzept des Stadtbahnnetzes Hannovers von Beginn an aus vier Grundlinien A, B, C und D, welche die Innenstadt durch Tunnelstrecken entlasten und das Netz leistungsfähiger gestalten sollten. Die Linien A, B und C wurden seit 1975 stufenweise ausgebaut und mit der Fertigstellung der Tunnelstrecke der Linie C-Nord zwischen der Langen Laube und dem Hornemannweg im Jahre 1993 komplett auf Stadtbahnbetrieb umgestellt. Dadurch entstand ein leistungsfähiges Stadtbahnnetz, welches einen großen Teil der Stadt effizient und schnell mit der Innenstadt verbindet.

Invest

Oberirdisch: 29 – 79 Mio. Euro
Unterirdisch: 112 – 180 Mio. Euro

Kunde

Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH

Leistungsbereiche

dot-blue Planung